Teil 2 des Beitrages, der eine Übersetzung und Ergänzung des Artikels von Uriel Peled auf marketingprofs.com ist.

1. Verschieden Lifestyle Unternehmen haben innovative und praktische Anwendungen für QR Codes realisiert, bei denen die Verwendung der Codes und der dafür nötigen Smartphones Prozesse vereinfacht und nicht verkompliziert.

Der Tesco Homeplus Virtual Store ist ein Erfolgsprojekt in Südkorea, bei dem z.B. in U-Bahn Stationen „virtuelle Shops“ angebracht wurden – wandgroße Plakate, auf denen echte Lebensmittel abgebildet sind und die über den QR Code daneben direkt in den Smartphone Einkaufskorb wandern können. Für gestresste Arbeitnehmer auf dem Heimweg eine Möglichkeit noch schnell etwas zu bestellen.

Voraussetzung sind natürlich die passende App auf dem Smartphone, ein Nutzerkonto und eine funktionierende Lieferlogistik für die Lebensmittel. Mit Amazon Fresh könnte so etwas in Zukunft auch in Deutschland interessant werden.  Hier geht’s zum Werbevideo von Tesco.

 JC Penney haben eine Weihnachtsaktion durchgeführt, bei dem JC Penney Einkäufer einen „Santa Tag“ zur Ware erhielten. Der QR Code darauf erlaubt es, nach dem Einscannen eine Grußbotschaft mit dem Smartphone aufzunehmen und online zu speichern. Der Empfänger eines Geschenkes mit dem identischen Santa Tag kann dieses ebenfalls einscannen und sich von seinem Mobile die Grußbotschaft vorlesen lassen.

2. Restaurant Ketten nehmen Online Bestellungen entgegen und verarbeiten diese unabhängig vom jeweiligen Lokal: Bei  The Melt können Kunden online bestellen und erhalten eine E-Mail mit einem eindeutigen QR Code. Damit gehen sie zu irgendeiner The Melt Station, ignorieren die reguläre Warteschlange und benutzen den dort vorhandenen Scanner, um ihren QR Code einzuscannen. Dann setzen sie sich einfach und erhalten nach wenigen Minuten ihre Bestellung.

3. QR Code Kampagnen von großen  Firmen wie Taco Bell oder Mountain Dew auf Dosen und Getränkebechern, bei denen man kostenlose Musiktitel herunterladen konnte, waren durchaus erfolgreich.

Insgesamt sollen es rund 200,000 Downloads gewesen sein (übrigens war das schon 2011).

4. THQ Homefront ist ein Videospiel, bei dem verschiedene QR Codes im Spiel auftauchen und eingescanned werden können, um exklusive Inhalte freizuschalten. Innerhalb von zwei Tagen sollen rund 30.000 QR Codes eingescanned worden sein (ebenfalls schon 2011).

5. Im Vorfeld zum Filmstart von Inception (2010) wurden Merchandise Artikel mit QR Codes versehen, die zu einer Fake Website What Is Dream Share? führte.

6. Google startete 2009 die Google’s Favorite Places Kampagne, bei der die 100,000 am häufigsten in Google gesuchten Unternehmen (mit echter Adresse/Ladenlokal) einen Aufkleber für ihre Schaufenster oder Eingangstür bekamen, der sie als „Favorite Place“ auswies. Der darauf gedruckte QR Code erlaubt es Passanten mehr über dieses Geschäft zu erfahren, selbst wenn es geschlossen hat.

7. Die Florida State Law Library verwendet QR Codes in ihren Büchern, um direkt auf weiterführende Quellen im Internet zu verweisen.

8. Ein Restaurant in Waschington, DC mit dem Namen Policy verwendet QR Codes im Fenster, über die Passanten das Online Menü einsehen und Resrevierungen vornehmen können.

9. vCards können in Form von QR Codes auf traditionellen gedruckten Visitenkarten interessante multimediale Inhalte zu den üblichen Kontaktinformationen dazu liefern.

10. Scandinavian Airlines waren 2012 besonders kreativ. Bei dieser ad campaign mussten zwei Smartphones nebeneinander den QR Code einscannen, um das Sonderangebot nutzen zu können. Die Kampagne richtete sich an Paare (Couple up to Buckle up) und steigerte den Umsatz deutlich.

Auch wenn diese Beispiele überwiegend mehrere Jahre alt sind, zeigen sie hervorragende Möglichkeiten QR Codes gewinnbringend einzusetzen. Im Vordergrund sollte immer der Vorteil und die positive Erfahrung durch den Nutzer stehen. Wenn QR Codes das Leben leichter machen (konkreter: den Schritt zum Werbenden hin), sind sie sinnvoll eingestetzt.

Das QR Codes nicht immer nur schwarz/weiße Pixelklötze sein müssen, zeigen Anbieter wie Custom QR Codes.