Die Abmelderate zeigt an, wie viele Empfänger sich aus dem Newsletter Verteiler ausgetragen haben und ist ein wichtiger Indikator für die Qualität eines Mailings.

Wer Werbe-E-Mailings versendet, ist verpflichtet, den Empfängern die Möglichkeit zu geben, sich aus dem Verteiler auszutragen, und auf diese Möglichkeit deutlich hinzuweisen (§28 Abs. 4 BDSG, § 7 Abs. 2 Nr. 4 UWG, § 13 Abs. 2 Nr. 4, Abs. 3 TMB). Die beste Variante ist ein Abmelde-Link direkt in der E-Mail. Nach dem Klick muss die Austragung zeitnah erfolgen.

Der Abmelde-Link sollte gut sichtbar sein, um die Empfänger nicht zu verdrießen und mögliche Spam-Beschwerden zu vermeiden. Denn viele Nutzer empfinden legale, aber als Belästigung wahrgenommene E-Mails (sogenannte Greymails) als Spam und behandeln diese E-Mails auch so. Hohe Spam-Beschwerderaten können Ihrer Reputation als Versender schaden und die Zustellraten zukünftiger Kampagnen verschlechtern.

Beachten Sie auch, dass längst nicht alle unzufriedenen Empfänger sich abmelden. Manche werden Ihre Mails einfach löschen oder ignorieren. Die Abmelderate gibt Aufschluss über eine solche Entwicklung.

Eine Abmelderate unter 0,5% ist nicht dramatisch, denn die Interessengebiete Ihrer Leser können sich im Laufe der Zeit ändern. Liegen Ihre Abmelderaten jedoch dauerhaft darüber, sollten Sie nach den Ursachen forschen. Starten Sie z.B. eine Umfrage zu Lesegewohnheiten, Präferenzen sowie Zufriedenheit mit Inhalt und Gestaltung Ihrer Newsletter-Empfänger und bieten Sie Ihren Lesern die Möglichkeit, Ihre Abmeldung vom Newsletter zu begründen.

Mögliche Gründe für eine hohe Abmelderate und Gegenmaßnahmen

1. Der Inhalt des Newsletters ist für Ihre Leser uninteressant.

Erstellen Sie relevante Inhalte, die Ihren Lesern einen echten Mehrwert bieten. Ein Link zu einer Profiländerungsseite verschafft dem Leser die Möglichkeit, seine Interessen genauer zu definieren.

2. Ihr Adressmaterial ist von geringer Qualität.

Wenn sich Ihre Empfänger nicht für die von Ihnen angebotenen Inhalte interessieren, könnte das daran liegen, dass Sie die falschen Empfänger anschreiben.Schicken Sie Ihren Newsletter nur an Empfänger, die sich damit einverstanden erklärt haben Verzichten Sie auf Gewinnspieladressen sowie angemietete Adressen.

3. Der Versandzeitpunkt ist falsch gewählt.

Testen Sie sowohl unterschiedliche Wochentage als auch verschiedene Uhrzeiten, um den optimalen Versandzeitpunkt zu ermitteln.

4. Die Versendefrequenz ist zu hoch.

Testen Sie, ob mit einer geringeren Erscheinungshäufigkeit die Zahl der Abmeldungen zurückgeht oder bieten Sie Ihren Lesern auf der Profiländerungsseite die Möglichkeit, die Versendefrequenz selbst zu bestimmen.

Betrachten Sie die Abmelderate als Lernmöglichkeit, um bessere und erfolgreichere Newsletter zu erstellen.