Am 04. Mai 2016 wurde der Text der Verordnung offiziell im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Damit ist der letzte Schritt zur Einführung einer einheitlichen Datenschutzverordnung in der EU getan.

Was ändert sich mit der EU-DSVGO?

Die Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ersetzt die seit 1995 gültige Datenschutzrichtlinie 95/46/EG, die von den inzwischen 28 Mitgliedstaaten der EU noch jeweils einzeln in nationales Recht umgesetzt werden musste. Die EU-DSGVO gilt unmittelbar und für alle EU-Mitglieder gleichermaßen, eine Umsetzung in nationales Recht ist nicht erforderlich. Dies ist die Grundlage für ein EU-weit einheitliches Datenschutzniveau.

Bis wann müssen Unternehmen sich an die EU-DSVGO anpassen?

Mit dem Inkrafttreten der DSGVO gilt eine Übergangsfrist von 2 Jahren – bis zum 25.05.2018 müssen also alle Unternehmen und öffentliche Stellen Dokumente und Prozesse ihrer Datenverarbeitung auf die neue Verordnung eingestellt haben. Die EU-DSVGO ist deutlich umfangreicher als die bisher gültigen Richtlinie, bzw. das BDSG. Dazu enthält sie noch zahlreiche „Öffnungsklauseln“, die noch durch die nationalen Gesetzgeber ausgestaltet werden müssen.

Fazit

Beginnen Sie zeitnah damit, sich mit der EU-DSGVO zu beschäftigen, in den kommenden zwei Jahren werden einige Urteile und nationale Gesetze die Sachlage noch weiter verändern. Wertvolle Tipps erhalten Sie in der offiziellen Broschüre der Bundesdatenschutzbeauftragen (PDF): „BfDI Info 6 zur Datenschutz-Grundverordnung„.