Am 20. Februar berichtete Zach Miners auf www.pcworld.com, dass der E-Mail Dienst Gmail, zumindest in den USA, nun tatsächlich den vor längerer Zeit angekündigten prominenten „Abmelden“-Link erhalten soll.

Bislang war dieser Link nur bei recht wenigen Empfängern am Ende einer eingehenden E-Mail zu sehen, nun wird er laut Google für die meisten Werbenachrichten (nach Googles eigenem Sortierverfahren als solche eingestuft) mit Abmeldeoption sichtbar sein, ohne dass man die betroffene E-Mail dafür öffnen muss.

Der Link erscheint oberhalb der E-Mail, zusammen mit Name und E-Mail Adresse des Absenders. Google möchte es dem Benutzer damit leichter machen den Abmelde-Link zu finden. Diese Funktion ist das erste von diversen Shortcuts bzw. !quick action buttons“, die Google plant.

Was bedeutet das für mich als Versender?

Google behauptet, dass mit dieser Möglichkeit die Anzahl der Spambeschwerden zurückgehen soll, was durchaus plausible ist, aber es könnte natürlich bedeuten, dass im gleichen Maße die Anzahl der Abmeldungen steigen wird. Eine Abmeldung ist für einen Versender insgesamt natürlich immer noch „besser“ als eine Spambeschwerde.

Ob und wie der Abmelde-Link auch auf mobilen Geräten eingeführt wird, ist derzeit nicht bekannt. Mit einem Anteil von 65% (VentureBeat) wären mobile Geräte wie Smartphones vielleicht die „vorübergehende Rettung“.

Wie soll ich mich darauf einstellen?

1. Die ewige goldene Regel: Führe und pflege eine qualitativ maximal hochwertige Liste. Wenn Deine Empfänger sehnsüchtig auf Deine E-Mails warten, dann werden sie sich nicht abmelden. Nichts hält Leser besser davon ab sich abzumelden, als die Erwartung eines interessanten und wertvollen Newsletters, der regelmäßig bei ihnen eintrifft. Das erfordert einen langen Atem und neben hochwertigen Adressen auch hochwertigen und ambitionierten Content.

2. Ansprechende Betreffzeile und klares Call-To-Action Element: Deine E-Mails müssen einen Wert für Deine Empfänger haben. Diese Information ist so ziemlich das Erste was Deine Empfänger sehen. Wer hier lapidare Betreffzeilen wie „Newsletter Februar 2014“ verwendet, braucht nicht mit Euphoriestürmen zu rechnen. Auch bei Betreffzeilen sollte man experimentieren und testen. Einfach mal eine Empfängerliste in zwei splitten, das Mailing duplizieren und die Betreffzeilen ändern. Das Reporting zeigt am Besten, was Deine Empfänger lesen wollen und wie sie angesprochen werden wollen.

3. Think mobile. Mit den überwältigenden Öffnungsraten auf mobilen Geräten ist die optimale Darstellung auf diesen Geräten ein Muss. Responsiveness ist dabei nur ein Teilaspekt, mobile Geräte sind klein und verwenden Betriebssysteme/Browser, die sich von denen auf Desktop PCs und Laptops unterscheiden. Hier sind Fachwissen und Fingerspitzengefühl gefragt. E-Mailings mit 50 Volltext Artikeln werden geringere Resonanz erzielen, wenn man sie auf einem iphone lesen soll. Versetze Dich in einen Leser mit Smartphone hinein, der Morgends in der U-Bahn steht.

4. Verschicke mit der richtigen Frequenz: Wenn Du noch keinen Rythmus für Deine E-Mailings gefunden hast, führe Tests durch. Mach aus einem Mailing mehrere kleine und verschicke sie in kürzeren Abständen, bis Du eine Änderung in der Abmelderate bemerkst.

5. Verwende (Social) Media: Bilder und Videos in E-Mails helfen ebenso dabei die Click-Through-Rate zu steigern, wie Social Sharing Optionen. Auch wenn Videos nicht wirklich in E-Mails eingebettet werden können, kann man sie als Content einsetzen um Aufmerksamkeit zu erzielen. Social Sharing kann nach wie vor dabei helfen die CTR drastisch zu steigern.