Beinahe jeder Newsletter beginnt mit einem dezenten Text wie z.B. „Keine Bilder zu sehen?“, der auf die Webversion (.html) des Newsletters verlinkt. Das ist nach wie vor sinnvoll und wichtig, denn nicht nur Bilder werden von vielen Clients nicht oder nur unsauber dargestellt.

Auch der sorgsam erstellte Tabellenaufbau und pixelgenau platzierte Inhalte scheitern oft am Unwillen des einen oder anderen Clients.

Was leider oft vergessen wird, ist die Tatsache, dass Links auch ausführbar sein müssen, damit sie ihren Zweck erfüllen können.

Beispiel 1 – Der schöne Text ohne URL

Du kannst keine Bilder sehen? Hier kommst Du zur Online-Version!

In heute eher seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass ein Text zwar als Link dargestellt wird, aber der Link nicht ausgeführt werden kann, weil der Client dies unterdrückt. Leider kommt der Empfänger so auch nicht mehr an die benötigte URL heran.

Die einfachste Lösung ist, die URL ganz aus zuschreiben, auch wenn das natürlich etwas unansehnlicher ist. Dann kann der Leser diese per Copy & Paste immer noch in seinen Browser kopieren und ausführen.

Du kannst keine Bilder sehen? Hier kommst Du zur Online-Version:
http://news.firma.de/mx?mailing=N74L4CW98VWN1G&m2u=AK3TJ2T1V4L4CW855V1BL4&utm_medium=email&utm_campaign=E-Mail-Marketing-News+%234&utm_source=newsletter

Sehr lange als Text ausgegebene URLs wiederum, verursachen gelegentlich Probleme in Clients, die werden so ungünstig umgebrochen oder gar abgeschnitten, dass der Empfänger sie nicht mehr verwenden kann.

Hier können URL Shortener helfen, allerdings geht der Trend weg von generischen Anbietern wie bit.ly. Einen eigenen URL Shortener zu installieren ist in den meisten gängigen Web-CMS Systemen und für die eigene Domain ohne sehr großen Aufwand möglich. Dann können lange URLs voller Tracking-Parameter hinter sehr kurzen maskiert werden, die mit der eigenen Domain beginnen.

Beispiel 2 – Bilder & Buttons

Auch wenn Bilder und Buttons eventuelle besser zum individuellen Newsletter Layout passen, sollte man sie auf jeden Fall vermeiden. Unterdrückt der Client Bilder, so wird auch ein Rettungslink-Bild nicht angezeigt, die damit verknüpfte URL ist dann in der Regel auch nicht ausführbar oder sichtbar.

Leider helfen hier eingebettet Bilder auch nicht wirklich weiter ( Embedded image support), mindestens sollte man hier die URL in das ALT-Tag des Bilder eintragen!

Buttons sind in Newslettern kaum zu realisieren, sie erfordern CSS Stylesheets und/oder Javascript, beides funktiniert in den meisten Clients nach wie vor nicht oder so sporadisch, das man es am Besten einfach vermeidet.

Rettungslink der einen Javascript Call enthält

Ein Negativbeispiel für einen sinnfreien Javascript-Rettungslink kann man im Bild rechts sehen.

Klickt man auf den Link ganz oben im Newsletter, passiert in vielen Clients gar nichts, außer dass in der Statusleiste der hier hinterlegte Javascript-Aufruf angezeigt wird.

Webmail Clients führen ihre Benutzeroberfläche meist in JavaScript aus und haben wenig Interesse daran, dass Skripte aus E-Mails damit in Konflikt geraten. Desktop Clients stufen E-Mails mit JavaScript meist rigoros als Spam ein. Die Sicherheitsrisiken, die fremder JavaScript mit sich bringt sind einfach zu groß.