Bereits im November 2013 veröffentlichte der W3B Blog Zahlen zur neuen Rolle von Fernsehern in der „2. Liga“. Da war es etwa jeder 5. Fernsehzuschauer, der parallel zum Fernseher PC, Smartphone, Tablet & Co. einsetzte. Nachdem Jahrzehnte lang deutsche Wohnzimmer von der Flimmerkiste dominiert wurden (und nur geringfügig Konkurrenz durch den Hifi-Turm oder das Telefon erfuhren) nimmt das Fernsehen am eigentlichen TV-Gerät zusehends eine Nebenrolle ein.

Im Beitrag „Mehrheit nutzt Second Screen beim Fernsehen“ vom 4. Februar 2014 zeigen die erhobenen Zahlen einer Internet-Befragung ganz eindeutig den Trend zum „Second Screen“ – der Fernseher verliert gegenüber dem zweiten Display-Gerät an Aufmerksamkeit: über 55% der Befragten gaben an, ein Second Screen beim Fernsehen zu verwenden. Hier stellt sich langsam die Frage, was denn zukünftig der First und der Second Screen ist?

Bei den konkreten Tätigkeiten am Second Screen Gerät liegt „Herumsurfen“ mit 49,0% auf Platz 1 der Tätigkeiten, dicht gefolgt vom Abrufen der E-Mails mit 47,7%. Unter der Woche scheint das Abrufen der E-Mails vor dem Fernseher interessanter zu sein als am Wochende, wo dann ausgiebiger herumgesurft wird, während uns das deutsche TV Programm zu unterhalten versucht.

Der Anteil der Interaktion mit dem laufenden Fernsehprogramm ist dabei gleichbleibend niedrig, es besteht offenbar kein allzu hoher Bedarf gerade Gesehenes sofort zu twittern oder etwas dazu nachzuschlagen. Dennoch könnte hier ein interessanter Markt für Werbetreibende vorhanden sein, die passend zum aktuellen Fernsehprogramm Werbung auf den Second Screens platzieren möchten, zum Beispiel in sozialen Netzwerken oder über Apps.