Der rasante Anstieg in der Nutzung mobiler Endgeräte und der Trend zur Unified Inbox macht auch vor den Anbietern von E-Mail-Diensten nicht halt.

Immer weniger Nutzer rufen ihre E-Mails in den proprietären E-Mail-Clients oder Weboberflächen der Diensteanbieter ab, sondern nutzen IMAP bzw. POP3, um ihre E-Mails  auf neuen, meist mobilen E-Mail-Clients zu lesen. Das dynamischste Wachstum zeigen dabei die Tablets.

Ein Vergleich der Top 8 E-Mail-Clients von t-online-Adressen aus dem Juni 2013 und dem Juni 2011 zeigt den Trend deutlich auf. Wurden vor zwei Jahren etwa 6% der t-online E-Mails mobil geöffnet, sind es jetzt schon mehr als 20% mit steigender Tendenz. Interessant ist, dass diese Zunahme mobiler Nutzung praktisch komplett die Nutzung von Outlook und dem T-Online E-Mail-Client substituiert. Stationäre Clients sind aber nicht generell betroffen, denn ebenfalls zulegen konnten Entourage, Thunderbird und der Outlook Express Nachfolger Windows Live Mail (Standard-Mailclient unter Windows 7).

Eine ähnliche Marktdynamik ist bei anderen Webmail-Diensten (web.de, gmx, aol, gmail, …) zu beobachten, was natürlich empfindliche Traffic-Einbrüche auf den Webseiten der Webmail-Dienstebetreiber bedeutet (à weniger Bannerplätze). Umso wichtiger wird für diese Anbieter der E-Mail-Kanal als Marketinginstrument.