Tom Krieglstein, Founder und CEO von Student Launcher, zeigt  auf seinem Blog an einem persönlichen Beispiel wie gutes Marketing funktioniert.

Erst im vierten Abschnitt einer Textmail, die er erhalten hat, erkennt er, dass es sich um Spam handelt, weil der Spammer wichtige Regeln des (E-Mail) Marketings beherzigt hat:

1. Den Namen des Angesprochenen verwenden.

2. Sein Ego ansprechen. Hier mit Phrasen (sinngemäß wiedergegeben) wie

„Ich hatte eine Unterhaltung über Dich…“
„beeindruckt vom Konzept und Projekt an dem Du arbeitest“
„er bat mich ausdrücklich um ein Gespräch mit Dir“

3. Den Produktnamen des Empfängers erwähnt (wenn auch durch Fettdruck und Unterstreichung zu auffällig markiert)

4. Ein konkretes Datum für ein (angebliches) Treffen vorgeschlagen.

Diese konkreten Maßnahmen und der gesamte Stil lassen die Spam Mail wie eine echte Kontaktaufnahme wirken. Erst wer die Mail ganz zu Ende liest, bemerkt, dass der Text von einem Bot zusammengestellt wurde (einem ziemlich guten) und zunehmend weniger Sinn ergibt.

Diese Methoden lassen sich auf Marketing E-Mails übertragen. Wir alle hören gerne unseren Namen, lassen uns schmeicheln und werden hellhörig, wenn jemand offenbar echtes Interesse an uns oder unseren Leistungen signalisiert.

Natürlich hat nicht jeder Abonnenten ein eigenes Produkt, von dem man weiß, aber auch triviale Informationen können benutzt werden. Ein Geburtsdatum lässt sich abfragen und mit einem Geburtstagsmailing belohnen. Das Öffnungsverhalten kann benutzt werden um Abonnenten zu identifizieren, die vorwiegend sehr früh Morgens öffnen oder solche, die lange gar nicht mehr geöffnet haben. Hat man eine ausreichend große Zahl solcher Abonnenten, lohnt sich ein separates Mailing mit einer speziell auf sie gemünzten Betreffzeile.